Überblick
RegioWatch ist eine umfassende Monitoring-, Security- und Operations-Plattform für Joomla 5 und Joomla 6. Die Erweiterung geht deutlich über eine klassische Uptime-Überwachung hinaus. Sie verbindet externe Website-Prüfungen, Inhalts- und Sicherheitskontrollen, interne Joomla-Telemetrie, verteilte Messpunkte, Browser-Simulationen, Incident-Management, SLA-Auswertungen, Statusseiten, Reporting und Automatisierung in einer zentralen Plattform.
RegioWatch 2.0.2 umfasst unter anderem HTTP-/HTTPS-, DNS- und TLS-Monitoring, Performance- und Inhaltsüberwachung, Defacement Detection, Incidents, Alarmierung, Wartungsfenster, Reporting, Screenshots, Queue- und Worker-Systeme, Datenaggregation, Joomla-Agenten, Remote Probes, Synthetic Browser Monitoring, Dependency Graph/RCA, SLA/SLO/Error Budgets, Statusseiten, Anomalieanalyse, Kundenportal, Bereitschaftspläne, Eskalationen und eine persistente Automationsengine.
1. RegioWatch-Zentrale
Die RegioWatch-Zentrale ist das Herzstück der Plattform. Sie wird auf einer Joomla-5- oder Joomla-6-Installation betrieben und verwaltet sämtliche überwachten Websites, Messdaten, Sicherheitsereignisse, Incidents, Kunden, Gruppen, Berichte und Automatisierungen.
Das zentrale Joomla-Paket besteht aus:
-
com_regiowatch -
plg_task_regiowatch -
plg_webservices_regiowatch
Daneben existieren eigenständige Pakete für den Joomla-Agenten, Remote Probes und Synthetic Worker.
2. Websiteverwaltung
In RegioWatch werden die zu überwachenden Websites zentral angelegt und verwaltet.
Zu einer Website können unter anderem technische und organisatorische Informationen hinterlegt werden:
-
Website-URL
-
CMS-Typ
-
Kunde
-
Gruppen
-
Hosting-/Serverinformationen
-
Projektzuordnung
-
Region
-
verantwortliche Personen
-
Tags
-
Prüfintervalle
-
Priorität
-
erwarteter HTTP-Status
-
Timeout
-
Monitoring-Konfiguration
-
Security-Konfiguration
-
Performance-Grenzwerte
-
Content-Monitoring
-
Screenshot-Monitoring
-
Agent-Zuordnung
-
SLA-/SLO-Ziele
RegioWatch kann dabei nicht nur Joomla-Websites überwachen. Die externen Prüfungen eignen sich grundsätzlich auch für WordPress, Drupal, TYPO3, Shops, statische Websites und andere öffentlich erreichbare HTTP-/HTTPS-Dienste.
3. HTTP- und HTTPS-Monitoring
Das grundlegende Website-Monitoring prüft die tatsächliche Erreichbarkeit eines Webangebots.
Erfasst werden unter anderem:
-
HTTP-Statuscode
-
HTTPS-Verfügbarkeit
-
Antwortzeit
-
finale URL
-
Redirects
-
unerwartete Weiterleitungen
-
Timeouts
-
Fehler bei der Namensauflösung
-
Verbindungsfehler
-
Antwortgröße
-
Verfügbarkeit
RegioWatch unterscheidet dadurch beispielsweise zwischen einer vollständig ausgefallenen Website, einer ungewöhnlich langsamen Website und einer Website, die zwar antwortet, jedoch einen falschen HTTP-Status liefert.
4. DNS-Monitoring
RegioWatch kontrolliert die DNS-Infrastruktur einer Website.
Überwacht werden unter anderem:
-
IPv4-Adressen
-
IPv6-Adressen
-
A-Records
-
AAAA-Records
-
CNAME
-
Nameserver
-
DNS-Auflösung
-
Änderungen an bekannten DNS-Zielen
-
Änderungen der Ziel-IP
Die ermittelten DNS-Daten können mit gespeicherten Baselines verglichen werden. Dadurch lassen sich unbeabsichtigte oder verdächtige DNS-Änderungen erkennen.
5. TLS-/SSL-Zertifikatsüberwachung
Für HTTPS-Websites überwacht RegioWatch die TLS-Konfiguration und das verwendete Zertifikat.
Analysiert werden beispielsweise:
-
Zertifikatsgültigkeit
-
Ablaufdatum
-
verbleibende Laufzeit
-
Zertifikatsaussteller
-
Subject
-
Seriennummer
-
SHA-256-Fingerprint
-
Zertifikatskette
-
Hostnamenvalidierung
-
TLS-Protokoll
-
Cipher
-
HTTPS-Zwang
-
HTTP-zu-HTTPS-Weiterleitung
Damit können auslaufende Zertifikate frühzeitig erkannt werden, bevor es zu einer Störung für die Besucher kommt.
6. Content Integrity Monitoring
Eine erreichbare Website muss nicht zwangsläufig eine intakte Website sein. RegioWatch überwacht deshalb zusätzlich die eigentlichen Inhalte.
Dabei können unter anderem verglichen werden:
-
sichtbarer Text
-
HTML-/DOM-Struktur
-
Seitentitel
-
Content-Fingerprints
-
Text-Fingerprints
-
DOM-Fingerprints
-
Pflichttexte oder Pflichtmarker
-
Größe des Seiteninhalts
Dynamische Elemente können normalisiert werden, damit beispielsweise ständig wechselnde IDs, lange Zufallswerte oder Zeitinformationen nicht permanent Fehlalarme auslösen.
Das System bewertet die Abweichung gegenüber einer bekannten Baseline und kann daraus einen Content-Status ableiten.
7. Defacement Detection
RegioWatch besitzt eine zusätzliche Defacement-Erkennung, um Manipulationen einer Website zu erkennen.
Hierbei werden mehrere Signale miteinander korreliert, beispielsweise:
-
außergewöhnlich starke Inhaltsänderung
-
nahezu vollständiger Austausch einer Seite
-
ungewöhnliche Größenänderung
-
geänderter Seitentitel
-
fehlende Pflichtmarker
-
Weiterleitung auf einen fremden Host
-
neue externe JavaScript-Quellen
-
neue Iframes
-
verdächtige Texte
-
typische Defacement-Begriffe
-
mögliche Ransomware-Hinweise
Aus den einzelnen Signalen kann ein Risiko- bzw. Schweregrad abgeleitet werden.
Dadurch soll RegioWatch nicht bei jeder normalen redaktionellen Änderung behaupten, eine Website sei kompromittiert.
8. Performance Monitoring
Neben der reinen Erreichbarkeit misst RegioWatch detaillierte Performancewerte.
Dazu gehören:
-
DNS-Zeit
-
Connect-Zeit
-
TLS-Aufbau
-
Time To First Byte – TTFB
-
Transferzeit
-
Gesamtlaufzeit
-
Seitengröße
-
Anzahl bzw. Dauer von Redirects
Die Performance wird historisch gespeichert und kann über längere Zeiträume ausgewertet werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise erkennen:
-
schleichende Performanceverschlechterungen
-
außergewöhnliche Antwortzeiten
-
ungewöhnliche Lastsituationen
-
Unterschiede gegenüber langfristigen Durchschnittswerten
9. Monitoring-Historie und Datenaggregation
RegioWatch ist für die Überwachung vieler Websites ausgelegt. Dadurch können über längere Laufzeiten sehr große Mengen an Messdaten entstehen.
Dafür besitzt RegioWatch eine mehrstufige Datenhaltung.
Daten können beispielsweise als:
-
Rohmessungen
-
Stundenaggregate
-
Tagesaggregate
gespeichert werden.
Für den aktuellen Stand ist vorgesehen, Rohdaten nur für einen begrenzten Zeitraum aufzubewahren, Stundenwerte länger vorzuhalten und Tageswerte für langfristige Analysen zu verwenden.
Incident-relevante und sicherheitsrelevante Daten werden dabei von normalen kurzlebigen Messdaten getrennt behandelt.
10. Monitoring Queue und Worker
RegioWatch besitzt eine skalierbare Queue-Architektur.
Statt sämtliche Websites nacheinander in einem einzelnen Prozess abzuarbeiten, werden fällige Prüfungen in eine Monitoring-Queue aufgenommen.
Das Prinzip:
Fällige Websites → Dispatcher → Priority Queue → mehrere Worker → parallele HTTP-Prüfung → Auswertung
Dabei werden unterschiedliche Prioritäten unterstützt.
Beispielsweise können besonders wichtige Websites häufiger geprüft werden als weniger kritische Systeme.
Das Queue-System beinhaltet unter anderem:
-
Dispatcher
-
Priority Queue
-
Worker
-
parallele HTTP-Verbindungen
-
Batch-Verarbeitung
-
Retry
-
Exponential Backoff
-
Jitter
-
Worker-Leases
-
Wiederaufnahme verwaister Jobs
-
Queue-Historie
-
Queue-Wartung
Die zentrale Komponente enthält hierfür eigene Monitoring-Queue- und Worker-Services. Der aktuelle Funktionsumfang nennt ausdrücklich Queue/Worker, Datenaggregation und die dazugehörigen Betriebsfunktionen.
11. Incident Management
Erkannte Störungen und Sicherheitsprobleme werden nicht lediglich als einzelne Fehlermeldungen dargestellt, sondern können zu Incidents zusammengeführt werden.
Ein Incident kann unter anderem enthalten:
-
Incident-ID
-
Kategorie
-
Priorität
-
Beginn
-
letztes Ereignis
-
Ende
-
Anzahl der Wiederholungen
-
verantwortlicher Bearbeiter
-
Status
-
Kommentare
-
Ereignis-Timeline
Typische Status sind beispielsweise:
-
Neu
-
Bestätigt
-
In Bearbeitung
-
Beobachtung
-
Gelöst
-
Geschlossen
-
Fehlalarm
Wiederholt auftretende Fehler müssen dadurch nicht hunderte einzelne Vorfälle erzeugen.
12. Automatische Recovery-Erkennung
RegioWatch erkennt nicht nur den Beginn einer Störung, sondern auch deren Behebung.
Wird ein zuvor fehlerhafter Dienst wieder erfolgreich geprüft, kann der zugehörige Incident entsprechend aktualisiert werden.
Dadurch lassen sich beispielsweise:
-
Beginn einer Störung
-
Dauer
-
Wiederholungen
-
Zeitpunkt der Wiederherstellung
nachvollziehen.
13. Benachrichtigungen und Alarmierung
RegioWatch kann erkannte Probleme automatisch melden.
Unterstützte Kommunikationswege umfassen:
-
Backend-Benachrichtigungen
-
E-Mail
-
HTTPS-Webhooks
Die Alarmierung berücksichtigt unter anderem:
-
Mindestpriorität
-
Incident-Kategorie
-
Alarmverzögerung
-
Eskalation
-
Wiederholungsunterdrückung
-
Erinnerungen
-
Recovery-Meldungen
-
globale Empfänger
-
Website-spezifische Empfänger
-
Website-spezifische Webhooks
-
Versandhistorie
-
Fehlversände
Die Plattform ist damit darauf ausgelegt, Alarmfluten zu verhindern und gleiche Ereignisse sinnvoll zusammenzufassen.
14. Wartungsfenster
Für geplante Arbeiten können Websites in einen Wartungsmodus versetzt werden.
Beispiele:
-
Joomla-Update
-
Extension-Update
-
Serverwartung
-
Deployment
-
größere Inhaltsänderungen
Während eines Wartungsfensters können die Prüfungen weiterhin durchgeführt und dokumentiert werden, während externe Benachrichtigungen unterdrückt werden.
So gehen Messdaten während einer Wartung nicht verloren.
15. Baseline Management
Viele Sicherheitsprüfungen von RegioWatch arbeiten mit bekannten Referenzzuständen.
Baseline-Arten umfassen insbesondere:
-
Content
-
DNS
-
Defacement-/Security-Profil
-
Datei-Integrität
-
Joomla Security
-
Screenshot Desktop
-
Screenshot Mobile
Baselines werden nicht einfach bei jeder Änderung automatisch überschrieben.
Nach einer geplanten Wartung können Änderungen gezielt geprüft und anschließend als neuer vertrauenswürdiger Zustand übernommen werden.
16. Joomla Agent
Für Joomla-Websites steht ein optionales eigenes RegioWatch-Agentpaket zur Verfügung.
Das Agentpaket besteht aus:
-
com_regiowatchagent -
plg_task_regiowatchagent
Die aktuelle Paketbeschreibung ordnet dem Agenten Heartbeat, Datei-Integrität, Security-/Kompromittierungsindikatoren und Joomla-spezifische Sicherheitsprüfungen zu. Eine allgemeine Remote-Shell ist ausdrücklich nicht Bestandteil der Architektur.
Der Agent erweitert RegioWatch von einer externen Überwachung zu einer tiefgehenden Joomla-Integritätsüberwachung.
17. Agent Heartbeat
Der Agent meldet regelmäßig seinen technischen Zustand an die Zentrale.
Übermittelt werden beispielsweise:
-
Agent-Version
-
Joomla-Version
-
PHP-Version
-
Erreichbarkeit der Datenbank
-
Status relevanter Joomla-Verzeichnisse
-
technischer Fehlerstatus
Dadurch erkennt RegioWatch auch, wenn ein Agent selbst längere Zeit keine Verbindung mehr zur Zentrale hatte.
18. Sichere Agent-Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Agent und Zentrale besitzt ein eigenes Sicherheitsmodell.
Dazu gehören:
-
eindeutige Site UUID
-
Agent UUID
-
256-Bit Shared Secret
-
einmaliger Registrierungsschlüssel
-
HMAC-SHA256
-
Timestamp
-
Nonce
-
Replay-Schutz
-
Payload-Hash
-
verschlüsselte Speicherung von Secrets
-
Rate Limiting
-
Widerruf und Neuregistrierung
HMAC-, Timestamp-, Nonce- und Replay-Schutz sind auch für Agent, Remote Probe und Synthetic Worker als verbindliche Sicherheitsanforderungen dokumentiert.
19. Datei-Integritätsüberwachung
Der Joomla Agent kann die Dateien einer Joomla-Installation überwachen.
Dabei werden unter anderem gespeichert bzw. verglichen:
-
relativer Dateipfad
-
Dateiname
-
Größe
-
Änderungszeit
-
SHA-256-Hash
-
Dateityp
-
Joomla-Bereich
Überwacht werden beispielsweise:
-
Administrator
-
Components
-
Plugins
-
Modules
-
Templates
-
Libraries
-
Media
-
Images
-
API
-
CLI
-
Joomla-Root
Cache-, temporäre und Logverzeichnisse können von den regulären Integritätsprüfungen ausgenommen werden.
Dateiinhalte müssen für die zentrale Überwachung nicht übertragen werden.
20. Kompromittierungs- und Ransomware-Erkennung
Der Agent untersucht Dateiänderungen zusätzlich auf verdächtige Muster.
Erkennungsmerkmale umfassen beispielsweise:
-
massenhafte Dateiänderungen
-
massenhafte Löschungen
-
verdächtige Dateiendungen
-
plötzlich auftauchende PHP-Dateien
-
PHP-Dateien in Uploadverzeichnissen
-
ausführbare Dateien an ungewöhnlichen Stellen
-
Veränderungen an
.htaccess -
Veränderungen kritischer Joomla-Dateien
-
auffällige Datei-Entropie
-
Ransomware-Hinweisdateien
-
Ransomware-Texte
Dadurch können Hinweise auf eine Kompromittierung auch dann sichtbar werden, wenn die Website äußerlich zunächst noch funktioniert.
21. Joomla Security Monitoring
RegioWatch besitzt speziell auf Joomla zugeschnittene Sicherheitsprüfungen.
Beobachtet werden unter anderem:
-
Super User
-
neu angelegte Super User
-
entfernte Super User
-
reaktivierte Super User
-
installierte Erweiterungen
-
neu installierte Erweiterungen
-
aktivierte/deaktivierte Plugins
-
Versionsänderungen
-
configuration.php -
.htaccess -
web.config -
Joomla Debug
-
PHP
display_errors -
PHP
allow_url_include -
Schreibbarkeit sicherheitskritischer Dateien
-
Dateirechte
-
Joomla-Version
-
PHP-Version
Die Ergebnisse können gewichtet und zu einem Sicherheitsstatus zusammengeführt werden.
Dabei werden keine Joomla-Passworthashes oder Inhalte der configuration.php an die RegioWatch-Zentrale übertragen.
22. Remote Probe Network
RegioWatch unterstützt verteiltes Monitoring über Remote Probes.
Eine Remote Probe ist ein eigenständiger PHP-CLI-Prozess und benötigt keine eigene Joomla-Installation.
Die Architektur ermöglicht Prüfungen aus unterschiedlichen:
-
Rechenzentren
-
Netzwerken
-
Standorten
-
Regionen
Die Remote Probe besitzt ein Pull-Modell. Dadurch müssen für RegioWatch keine speziellen eingehenden Ports auf dem Probe-System geöffnet werden.
Die aktuelle Paketstruktur beschreibt die Remote Probe ausdrücklich als eigenständige PHP-CLI-Komponente.
23. Probe-Gruppen und Standorte
Remote Probes können logisch gruppiert werden.
Damit kann beispielsweise geprüft werden:
-
Ist eine Website nur aus einem Standort nicht erreichbar?
-
Ist sie aus mehreren Standorten ausgefallen?
-
Handelt es sich um ein lokales Routingproblem?
-
Liegt vermutlich eine globale Störung vor?
24. Quorum Monitoring
RegioWatch kann Ergebnisse mehrerer Remote Probes gemeinsam auswerten.
Ein einzelner fehlgeschlagener Test muss dadurch nicht automatisch zu einem globalen Ausfallstatus führen.
Mehrere voneinander unabhängige Messpunkte können gemeinsam eine belastbarere Aussage über die tatsächliche Verfügbarkeit einer Website liefern.
25. SSRF-Schutz
Da RegioWatch externe URLs aufruft, spielt der Schutz gegen Server Side Request Forgery – SSRF eine zentrale Rolle.
Der Schutz gilt für:
-
RegioWatch-Zentrale
-
Remote Probe
-
Synthetic Worker
Unter anderem müssen interne, lokale, Link-Local- und andere nicht zulässige Ziele blockiert werden.
Auch Redirect-Ziele müssen erneut geprüft werden.
Die Übergabedokumentation schreibt ausdrücklich vor, SSRF-Schutz auf Zentrale, Probe und Synthetic Worker beizubehalten.
26. Synthetic Browser Monitoring
Für komplexere Prüfungen besitzt RegioWatch einen Synthetic Worker auf Basis von Node.js, Playwright und Chromium.
Damit können reale Browserinteraktionen simuliert werden.
Mögliche definierte Schritte umfassen beispielsweise:
-
Seite öffnen
-
Element anklicken
-
Formularfeld ausfüllen
-
Inhalte prüfen
-
erwartete Zustände bestätigen
Damit können nicht nur einzelne URLs, sondern vollständige Benutzerabläufe überwacht werden.
Beispiele:
Login öffnen → Zugangsdaten eingeben → anmelden → Dashboard prüfen
oder:
Shop öffnen → Produkt auswählen → Warenkorb öffnen → Warenkorb prüfen
Der Synthetic Worker wird im aktuellen Paket als Node.js-/Playwright-Browser-Worker geführt.
27. Synthetic-Sicherheitsmodell
Die Synthetic-Plattform ist bewusst eingeschränkt.
Nicht vorgesehen sind frei definierbare:
-
JavaScript-Ausführungen
-
PHP-Ausführungen
-
Shell-Befehle
-
SQL-Befehle
RegioWatch verwendet stattdessen fest definierte und kontrollierbare Aktionen.
Auch für Automationen gilt die Vorgabe, nur Whitelist-Aktionen zuzulassen und neue Regeln standardmäßig im Dry-Run-Modus zu behandeln.
28. Screenshot Monitoring
RegioWatch besitzt ein Screenshot-System zur visuellen Überwachung von Websites.
Konfigurierbar sind beispielsweise:
-
Screenshot-Überwachung aktiv/inaktiv
-
Prüfintervall
-
Desktop-Aufnahme
-
Mobile-Aufnahme
-
Fullpage-Aufnahme
-
Warnschwelle
-
Fehlerschwelle
Desktop und Mobile besitzen getrennte Baselines.
Visuelle Unterschiede können bewertet und mit Incidents verknüpft werden.
29. Screenshot-Vergleich
Bei geeigneten Ereignissen kann RegioWatch einen visuellen Vergleich zwischen Referenz und aktuellem Zustand ermöglichen.
Dies ist insbesondere hilfreich bei:
-
Defacement
-
Content-Änderungen
-
Ransomware-Vorfällen
-
HTTP-/Website-Problemen
Dadurch kann ein Administrator unmittelbar erkennen, was Besucher zum Zeitpunkt eines Vorfalls tatsächlich gesehen haben.
30. Dependency Graph
RegioWatch kann technische Abhängigkeiten als Dependency Graph abbilden.
Dabei können unter anderem Beziehungen zwischen:
-
Websites
-
Servern
-
Hostern
-
Infrastrukturkomponenten
-
weiteren Abhängigkeitsknoten
gespeichert werden.
Neben automatisch erkannten Beziehungen sind auch manuelle Infrastrukturknoten möglich.
31. Root-Cause-Analyse – RCA
Auf Basis des Dependency Graphs kann RegioWatch versuchen, die wahrscheinlichste gemeinsame Ursache mehrerer Störungen zu bestimmen.
Beispiel:
Fallen gleichzeitig zehn Websites aus, die alle auf demselben Server liegen, kann RegioWatch den gemeinsamen Server als wahrscheinliche Ursache höher bewerten als zehn voneinander unabhängige Website-Fehler.
Die Root-Cause-Analyse arbeitet mit:
-
Abhängigkeiten
-
Incident-Verknüpfungen
-
Konfidenzwerten
-
gemeinsamer Infrastruktur
Dependency Graph und Root-Cause-Analyse gehören ausdrücklich zum aktuellen Funktionsumfang.
32. SLA- und SLO-Management
RegioWatch kann Serviceziele für überwachte Systeme verwalten.
Unterstützt werden:
-
SLA
-
SLO
-
Availability-Ziele
-
Error Budgets
Ziele können auf verschiedenen Ebenen definiert werden, beispielsweise:
-
global
-
Kunde
-
Gruppe
-
Website
Die Berechnung erfolgt zeitbasiert und nicht lediglich anhand der Anzahl erfolgreicher oder fehlgeschlagener Checks.
33. Availability-Zustände
Für die Service-Level-Berechnung können unterschiedliche Zustände berücksichtigt werden:
-
GOOD
-
BAD
-
UNKNOWN
-
MAINTENANCE
Wartungszeiten können bei entsprechenden SLA-Regeln aus der Ausfallzeit herausgerechnet werden.
34. Error Budgets
RegioWatch kann ermitteln, wie viel zulässige Nichtverfügbarkeit innerhalb eines definierten Serviceziels noch verbleibt.
Dadurch lässt sich erkennen:
-
wie stabil ein Dienst aktuell arbeitet
-
wie viel Ausfallzeit bereits verbraucht wurde
-
ob ein SLA/SLO gefährdet ist
-
ob das verfügbare Error Budget bereits überschritten wurde
35. Statusseiten
RegioWatch kann Statusinformationen für Kunden oder Öffentlichkeit bereitstellen.
Unterstützt werden:
-
öffentliche Statusseiten
-
private Statusseiten
-
Joomla-Login-geschützte Statusseiten
-
tokenbasierter Zugriff
Darstellbar sind beispielsweise:
-
Services
-
aktuelle Zustände
-
laufende Incidents
-
Wartungen
-
SLA-Historie
Interne Security-Details oder sensible technische Informationen sollen dabei nicht unkontrolliert öffentlich ausgegeben werden.
36. Statusgruppen
Mehrere technische Einzelkomponenten können zu verständlichen Servicegruppen zusammengefasst werden.
So kann beispielsweise aus mehreren technischen Checks ein Service wie:
„Kundenportal“
oder
„Online-Shop“
gebildet werden, ohne sämtliche internen Server- und Securitydetails veröffentlichen zu müssen.
37. Anomalieanalyse
RegioWatch besitzt eine Anomalie- und Trendanalyse für historische Messwerte.
Verwendet werden unter anderem statistische Verfahren wie:
-
Median
-
MAD
-
saisonale Vergleiche
-
Regression
-
R²
Aus den Messwerten können unter anderem abgeleitet werden:
-
Anomalien
-
Trends
-
Risiko-Score
-
Trendrichtung
-
Datenkonfidenz
38. Trendanalyse
Neben einzelnen Ausreißern kann RegioWatch langfristige Entwicklungen erkennen.
Beispielsweise:
-
Antwortzeiten werden über Wochen schlechter
-
Ausfälle nehmen zu
-
TLS-/Infrastrukturprobleme häufen sich
-
Performance verschlechtert sich kontinuierlich
Dadurch kann ein Problem sichtbar werden, bevor ein vollständiger Ausfall eintritt.
39. Kundenverwaltung
RegioWatch besitzt eine integrierte Kundenverwaltung.
Zu Kunden können organisatorische Informationen wie:
-
Name
-
Kundennummer
-
Ansprechpartner
-
E-Mail
-
Telefon
-
Website
-
Notizen
-
Aktivstatus
gespeichert und den überwachten Websites zugeordnet werden.
40. Gruppenverwaltung
Websites können zusätzlich in Gruppen organisiert werden.
Gruppen können beispielsweise für folgende Strukturen verwendet werden:
-
Server
-
Hoster
-
Projekte
-
Verträge
-
Regionen
-
Teams
-
Administration
-
beliebige organisatorische Gruppen
Parent-/Child-Strukturen ermöglichen hierarchische Organisation.
Eine Website kann mehreren Gruppen zugeordnet werden.
41. Kundenportal
RegioWatch besitzt ein eigenes Kundenportal.
Joomla-Benutzer können Kunden oder Gruppen zugeordnet werden und erhalten ausschließlich die Informationen, für die sie autorisiert sind.
Das Kundenportal ist auf eine kontrollierte Read-only-Sicht ausgelegt.
Darstellbar sind unter anderem:
-
eigene Websites
-
Website-Status
-
Incidents
-
SLA/SLO
-
Trends
-
Wartungsinformationen
-
Reports
-
Statusseiten
Kundenportal und serverseitige Mandantenisolierung gehören zum aktuellen Funktionsbestand.
42. Mandantenfähigkeit
Die Mandantentrennung wird serverseitig umgesetzt.
Ein Kunde darf nicht durch Manipulation einer URL oder ID auf Daten eines anderen Kunden zugreifen können.
Die Sicherheitsgrundsätze schreiben deshalb ausdrücklich serverseitige Mandanten- und Ownership-Prüfungen vor.
43. Bereitschaftspläne
RegioWatch unterstützt On-Call- bzw. Bereitschaftspläne.
Verwaltet werden können unter anderem:
-
Bereitschaftskontakte
-
Schichten
-
Vertretungen
-
Fallbacks
-
Eskalationsreihenfolgen
Damit kann RegioWatch abhängig vom Zeitpunkt bestimmen, wer für einen Vorfall zuständig ist.
44. Eskalationsketten
Incidents können über definierte Eskalationsrichtlinien weitergegeben werden.
Mögliche Funktionen sind:
-
mehrere Eskalationsstufen
-
zeitabhängige Eskalation
-
Wiederholungen
-
Quittierung
-
Deduplizierung
-
Fallbackkontakte
-
automatische Bearbeiterzuweisung
-
Wartungsunterdrückung
-
Audit-Historie
45. Reporting
RegioWatch besitzt ein integriertes Berichtssystem.
Unterstützte Berichtstypen umfassen beispielsweise:
-
Wochenbericht
-
Monatsbericht
-
Kundenbericht
-
Security-Bericht
-
Uptime-Bericht
-
Performance-Bericht
Filter sind unter anderem nach:
-
Kunde
-
Gruppe
-
Website
-
Zeitraum
möglich.
46. Berichtsexport
Berichte können in unterschiedlichen Formaten ausgegeben werden:
-
PDF
-
CSV
-
JSON
Damit lassen sich die Daten sowohl als menschenlesbare Berichte als auch zur Weiterverarbeitung in anderen Systemen nutzen.
47. Automatische Berichte
Reports können auch regelmäßig geplant werden.
Mögliche Intervalle sind beispielsweise:
-
täglich
-
wöchentlich
-
monatlich
Ausführungen werden protokolliert und können über Joomla-Mailfunktionen verteilt werden.
48. REST API
RegioWatch verfügt über eine versionierte REST-Schnittstelle.
Die API stellt ausgewählte Monitoringinformationen für externe Systeme bereit.
Dazu gehören beispielsweise Datenbereiche wie:
-
Gesamtstatus
-
Websites
-
einzelne Website
-
Incidents
-
einzelne Incidents
-
Agenten
-
Performanceinformationen
Die REST-Routen werden über das Webservices-Plugin registriert; die Geschäftslogik befindet sich in den API-Controllern und Services der zentralen Komponente.
49. API-Tokens und Scopes
Integrationen verwenden kontrollierte API-Tokens.
Sicherheitsfunktionen umfassen:
-
Tokens nur einmal im Klartext anzeigen
-
gehashte Speicherung
-
Ablaufdatum
-
Widerruf
-
Scopes
-
Rate Limiting
-
optionale IP-Allowlist
-
API-Audit
Dadurch erhält nicht jede Integration automatisch Zugriff auf sämtliche Funktionen.
50. Audit-System
Sicherheitsrelevante und administrative Vorgänge werden protokolliert.
Auditinformationen sind insbesondere wichtig für:
-
API-Nutzung
-
Automationsläufe
-
Eskalationen
-
Wartungsfenster
-
Baseline-Übernahmen
-
Agent-Registrierungen
-
sicherheitsrelevante Änderungen
51. Joomla Scheduled Tasks
RegioWatch verwendet Joomla Scheduled Tasks für wiederkehrende Hintergrundarbeiten.
Das Task-Plugin deckt unter anderem Aufgaben für folgende Bereiche ab:
-
Monitoring
-
Queue
-
Data Retention
-
Performance
-
API Cleanup
-
Screenshots
-
Reports
-
Synthetic Monitoring
-
Root-Cause-Analyse
-
SLA
-
Anomalien
-
Eskalationen
-
Automation
Die Übergabe weist diese Scheduler-Bereiche ausdrücklich dem plg_task_regiowatch zu.
52. Automationsengine
Mit RegioWatch 2.0 wurde eine persistente Automationsplattform eingeführt.
Die Engine arbeitet ereignisbasiert und kann auf unterschiedliche Ereignisse reagieren.
Trigger können unter anderem sein:
-
Incident
-
SLA/SLO
-
Anomalie
-
Root-Cause-Analyse
-
Zeitplan
Die Automationsplattform gehört ausdrücklich zum aktuellen Funktionsumfang von RegioWatch 2.0.2.
53. Automationsregeln
Eine Automationsregel kann Bedingungen enthalten, damit eine Aktion nur bei passenden Umständen ausgeführt wird.
Zum Funktionsmodell gehören:
-
Trigger
-
Bedingungen
-
Cooldown
-
Dry Run
-
Stop-on-Error
-
Deduplizierung
-
Run-Historie
-
Audit
Neue Regeln sollen standardmäßig zunächst sicher im Dry Run betrieben werden können.
54. Whitelist-Aktionen
Die Automationsengine ist bewusst keine universelle Remote-Shell.
Zulässige Aktionen sind fest definierte Whitelist-Aktionen.
Dazu gehören insbesondere:
-
interne Backend-Aktion
-
E-Mail
-
HTTPS-Webhook
-
Monitoring-Check in Queue stellen
-
Incidentstatus verändern
Freie PHP-, JavaScript-, Shell- oder SQL-Ausführung ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
55. Automations-Deduplizierung
Das Automationssystem verhindert unkontrollierte Mehrfachausführungen gleicher Ereignisse.
Deduplizierung kann auf mehreren Ebenen stattfinden:
-
Event
-
Regel
-
Aktion
Damit soll beispielsweise ein ständig wiederkehrender Monitoringfehler nicht unkontrolliert hunderte Webhooks oder E-Mails auslösen.
56. Webhooks
RegioWatch kann Daten und Ereignisse über HTTPS-Webhooks an externe Systeme senden.
Für Webhooks gelten erhöhte Sicherheitsanforderungen:
-
ausschließlich kontrollierte Ziele
-
HTTPS
-
TLS-Prüfung
-
SSRF-Schutz
-
Größen-/Zeitlimits
-
kontrollierte Payloads
-
HMAC-Signierung, wo vorgesehen
Diese Anforderungen sind Bestandteil der verbindlichen Sicherheitsregeln.
57. Statusmodell
RegioWatch verwendet ein abgestuftes Statusmodell.
Zu den grundlegenden Zuständen gehören sinngemäß:
-
OK
-
Information
-
Warnung
-
Fehler
-
Kritisch
-
Unbekannt
-
Deaktiviert
-
Wartung
Für technische Verarbeitung können zusätzliche Zustände wie:
-
Baseline
-
Partial
-
Retry
-
Processing
-
Queued
-
Failed
verwendet werden.
58. Gesamtstatus einer Website
Eine wichtige Eigenschaft von RegioWatch ist die Zusammenführung mehrerer Monitoringebenen.
Beispielsweise:
-
HTTP: OK
-
Performance: OK
-
Content: OK
-
Joomla Security: Kritisch
Der Gesamtstatus darf in einem solchen Fall nicht allein deshalb auf „OK“ springen, weil der letzte HTTP-Test erfolgreich war.
Der schwerwiegendste relevante Teilstatus beeinflusst den Gesamtzustand der Website.
59. False-Positive-Vermeidung
RegioWatch wurde so konzipiert, dass normale Änderungen nicht automatisch als erfolgreicher Angriff bewertet werden.
Dazu werden unter anderem eingesetzt:
-
mehrere korrelierte Signale
-
Baselines
-
Warn- und Fehlerschwellen
-
Risiko-Scores
-
Wartungsmodus
-
vertrauenswürdige Hosts
-
Normalisierung dynamischer Inhalte
-
Trend- und Anomalieanalyse
60. Sicherheitsarchitektur
RegioWatch soll trotz seiner umfangreichen Möglichkeiten keinen universellen Generalschlüssel für sämtliche überwachten Websites darstellen.
Daher sind insbesondere nicht Bestandteil des Konzepts:
-
zentrale Sammlung beliebiger FTP-Passwörter
-
zentrale Sammlung von SSH-Passwörtern
-
Joomla-Super-User-Passwörter
-
Datenbankpasswörter
-
universelle Remote-Shell
-
beliebige PHP-Befehle
-
beliebige Shell-Befehle
-
freie SQL-Ausführung
61. Secret Management
Sicherheitsrelevante Secrets werden geschützt gespeichert.
Die verbindlichen Sicherheitsregeln verlangen:
-
verschlüsselte Secrets
-
keine Secrets in Logs
-
HMAC-Authentifizierung für Agenten und Worker
-
Replay-Schutz
-
sichere HTTPS-Kommunikation
62. Zugriffsschutz und Joomla ACL
Schreibende Aktionen müssen kontrolliert werden.
Dazu gehören:
-
Joomla ACL
-
serverseitige Berechtigungsprüfung
-
CSRF-Schutz
-
POST für schreibende Vorgänge
-
Ownership-Prüfung
-
Mandantenprüfung
POST, CSRF und ACL bei Writes sind verbindliche Sicherheitsanforderungen der aktuellen RegioWatch-Basis.
63. Datenhaltung und Datenschutz
RegioWatch ist darauf ausgelegt, nur die für Monitoring und Security notwendigen Informationen zentral zu verarbeiten.
Insbesondere sollen sensible Inhalte nicht unnötig übertragen werden.
Beispiele:
-
keine Joomla-Passworthashes
-
keine Inhalte von
configuration.php -
keine Datenbankpasswörter
-
keine unnötigen Dateiinhalte
-
keine Secrets in Logs
64. Joomla-Frontend
Die zentrale Komponente besitzt neben dem Administratorbereich auch Frontendfunktionen.
Dazu gehören insbesondere:
-
öffentliche Statusseiten
-
private Statusseiten
-
Statusseitenübersicht
-
Kundenportal
-
Kunden-Website-Detailansichten
Der Zugriff auf mandantenbezogene Daten wird dabei nicht allein über URL-Parameter entschieden.
65. Joomla-Backend
Das Backend dient der zentralen Administration der gesamten Plattform.
Dort werden insbesondere verwaltet:
-
Dashboard
-
Websites
-
Kunden
-
Gruppen
-
Incidents
-
Agenten
-
Datei-Integrität
-
Joomla Security
-
Infrastruktur
-
Performance
-
Wartungen
-
Baselines
-
Benachrichtigungen
-
Reports
-
API/Integrationen
-
Remote Probes
-
Synthetic Monitoring
-
Dependency Graph
-
RCA
-
SLA/SLO
-
Statusseiten
-
Anomalien
-
Kundenportal
-
Bereitschaft
-
Eskalationen
-
Automationen
-
Einstellungen
66. Webservices-Plugin
Das Plugin plg_webservices_regiowatch bindet die RegioWatch-REST-Endpunkte in die Joomla-Webservices ein.
Die eigentliche fachliche Logik verbleibt dabei in der zentralen Komponente.
Die Paketstruktur und Rollenverteilung von Komponente und Webservices-Plugin sind im aktuellen Übergabestand ausdrücklich dokumentiert.
67. Task-Plugin
Das Plugin plg_task_regiowatch übernimmt die Integration in den Joomla Scheduler.
Es dient als Ausführungsbasis für regelmäßig laufende Aufgaben, ohne dass Administrationsseiten permanent aufgerufen werden müssen.
Dies betrifft wesentliche Teile des produktiven RegioWatch-Betriebs, von Monitoring und Datenbereinigung bis zu Reports und Automationen.
68. RegioWatch-Agentpaket
Das separate Agentpaket wird nur auf Joomla-Websites installiert, auf denen tiefere interne Prüfungen gewünscht sind.
Paketstruktur:
pkg_regiowatch_agent
mit:
-
com_regiowatchagent -
plg_task_regiowatchagent
Dadurch bleibt das externe Monitoring vollständig unabhängig von einer Agentinstallation.
69. Remote Probe als eigenständige Komponente
Die Remote Probe ist kein Joomla-Plugin, sondern ein eigenständiger PHP-CLI-Dienst.
Dies ermöglicht eine Installation beispielsweise auf:
-
VPS
-
Linux-Servern
-
externen Monitoring-Knoten
-
geografisch getrennten Systemen
ohne dort eine vollständige Joomla-Installation betreiben zu müssen.
70. Synthetic Worker als eigenständige Komponente
Der Synthetic Worker ist ebenfalls von Joomla getrennt.
Technisch basiert er auf:
-
Node.js
-
Playwright
-
Chromium
Dadurch kann RegioWatch echte Browserabläufe ausführen, ohne die Browserengine innerhalb des Joomla-Webservers betreiben zu müssen.
71. Modularer Gesamtaufbau
RegioWatch besteht damit funktional aus vier großen Ebenen:
1. RegioWatch-Zentrale
Verwaltung, Monitoring, Security, Incidents, Reporting, API, SLA, Statusseiten und Automation.
2. Joomla Agent
Tiefe interne Integritäts- und Security-Prüfungen auf Joomla-Systemen.
3. Remote Probe Network
Verteilte externe Messungen aus unterschiedlichen Netzwerken und Standorten.
4. Synthetic Worker
Browserbasierte Überwachung realer Benutzerabläufe.
Die aktuelle Releasebasis führt diese vier Teile versionssynchron als Zentrale, Agent, Remote Probe und Synthetic Worker.
72. Einsatzmöglichkeiten
RegioWatch eignet sich besonders für:
-
Agenturen mit vielen Kundenwebsites
-
Hosting-Anbieter
-
IT-Abteilungen
-
Kommunen
-
Unternehmen mit mehreren Websystemen
-
Betreiber kritischer Webangebote
-
Managed-Service-Provider
-
Joomla-Dienstleister
-
Betreiber eigener Serverlandschaften
Dabei kann RegioWatch sowohl wenige wichtige Websites als auch größere Websitebestände zentral überwachen.
73. Zusammenfassung
RegioWatch 2.0.2 ist eine integrierte Plattform für Verfügbarkeit, Website-Integrität, Security Monitoring und IT Operations.
Die Plattform verbindet klassische Verfügbarkeitsüberwachung mit Inhaltskontrolle, Defacement Detection, TLS- und DNS-Monitoring, Performanceanalyse, Joomla File Integrity, Kompromittierungsindikatoren, Incident- und Alarmmanagement, verteilten Remote Probes, Synthetic Browser Monitoring, Screenshots, Dependency Graph und Root-Cause-Analyse.
Ergänzt wird dies durch SLA/SLO und Error Budgets, Statusseiten, statistische Anomalie- und Trendanalyse, Kunden- und Mandantenfunktionen, Bereitschaftspläne, Eskalationen, Reporting, REST API sowie eine persistente und sicher eingeschränkte Automationsengine.
Damit kann RegioWatch nicht nur feststellen, ob eine Website erreichbar ist, sondern auch untersuchen:
Ist die Website intakt?
Ist sie sicher?
Hat sich ihr Inhalt unerwartet verändert?
Ist ihre Performance stabil?
Ist die Joomla-Installation intern auffällig?
Ist die Störung lokal oder global?
Welche Infrastruktur ist wahrscheinlich die Ursache?
Sind SLA und SLO gefährdet?
Wer muss informiert werden?
Welche kontrollierte Reaktion soll automatisch ausgelöst werden?
Genau diese Kombination macht RegioWatch zu einer zentralen Monitoring-, Security- und Operations-Plattform für professionelle Website-Landschaften.










