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DigitalSignage ist eine leistungsstarke Erweiterung für Joomla 5 und Joomla 6 zur zentralen Verwaltung digitaler Informations- und Werbebildschirme. Bilder, Videos, HTML-Anzeigen, RSS-Feeds, Nachrichten, Uhrzeiten und Countdowns lassen sich übersichtlich als Slides erstellen, in Playlists organisieren und über Kanäle gezielt an unterschiedliche Monitore verteilen.
Das integrierte Vorlagenstudio ermöglicht professionelle Anzeigen im eigenen Corporate Design. Farben, Texte, Logos und Gestaltungselemente können individuell angepasst werden. DigitalSignage eignet sich ideal für Unternehmen, Schulen, Behörden, Geschäfte, Gastronomie, Empfangsbereiche, Veranstaltungen und digitale Schwarze Bretter.
Die Erweiterung unterstützt Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch. Die Wiedergabe erfolgt über einen individuellen Monitor-Link in einem Browser oder Kiosk-System.
DigitalSignage ist eine Joomla-5/6-Erweiterung zur zentralen Erstellung, Verwaltung und Verteilung digitaler Bildschirminhalte. Bilder, Videos, RSS-Feeds, HTML-Anzeigen und weitere Medien können zu Slides, Playlists und Kanälen zusammengestellt und anschließend auf ausgewählten Monitoren angezeigt werden.
Die Erweiterung eignet sich unter anderem für:
DigitalSignage ist für Joomla 5 und Joomla 6 vorgesehen. Vor der Installation sollte geprüft werden, ob die eingesetzte PHP-Version und die Serverkonfiguration den Anforderungen der jeweiligen Joomla-Version entsprechen.
Nein. Die Verwaltung erfolgt innerhalb der eigenen Joomla-Installation. Inhalte, Konfigurationen und Zuordnungen bleiben grundsätzlich auf dem eigenen Server. Externe Quellen werden nur verwendet, wenn beispielsweise externe Webseiten, Videos oder RSS-Feeds eingebunden werden.
Ja. Es können mehrere Monitore angelegt und unterschiedlichen Kanälen zugeordnet werden. Dadurch kann jeder Bildschirm eigene Inhalte anzeigen oder gemeinsam mit anderen Monitoren denselben Kanal verwenden.
Die wichtigsten Bereiche sind:
Ein typischer Ablauf ist:
Kurz gesagt:
Medium oder Vorlage → Slide → Playlist → Kanal → Monitor
Eine Playlist legt fest, welche Slides in welcher Reihenfolge abgespielt werden. Ein Kanal stellt diese Playlist für einen oder mehrere Monitore bereit.
Wird die Playlist später geändert, erhalten alle mit dem Kanal verbundenen Monitore automatisch die aktualisierte Zusammenstellung.
Abhängig von der verwendeten Konfiguration kann ein Kanal auch direkte Inhalte wiedergeben. Für eine übersichtliche und langfristig gut wartbare Verwaltung wird jedoch die Verwendung von Playlists empfohlen.
Ja. Ein Kanal kann mehreren Monitoren zugeordnet werden. Dadurch lassen sich identische Inhalte gleichzeitig auf verschiedenen Bildschirmen anzeigen.
Die konkrete Zuordnung hängt von der vorgesehenen Wiedergabelogik ab. Üblicherweise erhält ein Monitor einen primären Kanal. Wechselnde Inhalte können über die zugehörigen Playlists und Slides organisiert werden.
DigitalSignage unterstützt je nach Konfiguration unter anderem:
Übliche Webformate wie JPEG, PNG, GIF und WebP können verwendet werden, sofern sie vom Server, Browser und eingesetzten Endgerät unterstützt werden.
Für eine gute Wiedergabe sollten Bilder bereits ungefähr zum Seitenverhältnis des Zielbildschirms passen.
Ja. Videos können als Medien oder über dafür vorgesehene Video-Vorlagen eingebunden werden. Je nach Browser und Endgerät müssen unterstützte Formate wie MP4 oder WebM verwendet werden.
Für eine automatische Wiedergabe verlangen viele Browser, dass Videos ohne Ton starten. Diese Vorgabe stammt vom Browser und nicht von DigitalSignage.
Direkte Videoquellen können verwendet werden, wenn sie vom Browser erreichbar sind und die externe Plattform eine Einbettung erlaubt. Zugriffsschutz, CORS-Regeln oder ablaufende URLs des externen Anbieters können die Wiedergabe verhindern.
Ja. Lokale HTML-Inhalte können als Medium oder gestaltete Anzeige verwendet werden. Eingebundene Dateien, Schriftarten, Bilder, Skripte und Stylesheets müssen jedoch ebenfalls erreichbar sein.
Aus Sicherheitsgründen sollten nur vertrauenswürdige HTML-Inhalte verwendet werden.
Grundsätzlich können externe Webseiten angezeigt werden, sofern deren Betreiber die Einbettung erlaubt. Sicherheitsheader wie X-Frame-Options oder Content-Security-Policy können eine Darstellung in einem eingebetteten Bereich verhindern.
DigitalSignage kann solche Einschränkungen der externen Webseite nicht umgehen.
Das HTML-Vorlagenstudio ermöglicht die Erstellung professionell gestalteter Anzeigen direkt im Joomla-Backend. Texte, Farben, Inhalte, Zeitfunktionen und weitere Gestaltungselemente können angepasst und als HTML-Anzeige gespeichert werden.
Der Vorlagenkatalog enthält zahlreiche Designs für unterschiedliche Einsatzbereiche, beispielsweise:
Der genaue Umfang ist von der installierten DigitalSignage-Version abhängig.
Ja. Neben vorbereiteten Farbschemata können Text- und Gestaltungselemente mit individuellen Farben versehen werden. Dazu gehören unter anderem Überschriften, Fließtexte, Preis- oder Wertefelder, Überzeilen und Aktionszeilen.
Ja. Farben, Texte, Logos, Schriftgestaltung, Hintergründe und weitere Elemente können an das Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Einrichtung angepasst werden.
So lassen sich einheitliche Anzeigen für mehrere Standorte oder Bildschirme erstellen.
Nein. Das Formular orientiert sich an der ausgewählten Vorlage. Unnötige Felder werden ausgeblendet, wenn sie im jeweiligen Design nicht verwendet werden.
Eine Nachrichtenvorlage zeigt beispielsweise keine wirkungslosen Preis- oder Angebotsfelder.
Ja. Bereits erstellte HTML-Anzeigen können erneut geöffnet, angepasst und gespeichert werden. Der Bereich der erstellten Anzeigen ist über das Dashboard und das Vorlagenstudio erreichbar.
Ja. Bei gespeicherten HTML-Anzeigen können die verwendeten Kanäle angezeigt werden. Dabei können sowohl direkte Slide-Zuordnungen als auch Verwendungen innerhalb von Playlists berücksichtigt werden.
Ja. Je nach Version stehen Filter nach Kanal, Zuordnungsstatus, Kategorie, Format oder Anzeigeart zur Verfügung. Zusätzlich kann nach Titel, Vorlage, Kategorie oder Kanal gesucht werden.
Ja. RSS- und Atom-Feeds können als dynamische Datenquelle verwendet werden. Neue Beiträge werden aus dem Feed geladen und im ausgewählten Anzeigedesign dargestellt.
Ja. RSS-Inhalte können mit speziell dafür vorgesehenen Vorlagen im Corporate Design dargestellt werden. Farben, Logo, Schriftgestaltung, Überschrift und weitere Designelemente lassen sich anpassen.
RSS-Inhalte werden abhängig von der Wiedergabe- und Cache-Konfiguration regelmäßig neu geladen. Dadurch können neue Meldungen erscheinen, ohne dass für jeden Beitrag ein neuer Slide erstellt werden muss.
Mögliche Ursachen sind:
Die Feed-Adresse sollte zunächst direkt im Browser oder mit einem Feed-Prüfwerkzeug getestet werden.
Externe Abrufe sollten serverseitig begrenzt und validiert werden. Interne Adressen, lokale Netzwerkziele und nicht erlaubte Protokolle dürfen nicht unkontrolliert erreichbar sein. Administratoren sollten ausschließlich vertrauenswürdige Feed-Quellen eintragen.
Ein Slide ist ein einzelner anzeigbarer Inhalt. Er kann beispielsweise ein Bild, ein Video, eine HTML-Anzeige, einen RSS-Feed oder eine Webseite enthalten.
Ja. Für zeitbasierte Inhalte kann eine Anzeigedauer definiert werden. Bei Videos kann die Wiedergabedauer abhängig von der Videolänge oder der Slide-Konfiguration behandelt werden.
Ja. Slides können innerhalb einer Playlist sortiert werden. Je nach Oberfläche erfolgt die Sortierung über Positionsfelder oder per Drag-and-drop.
Ja. Inhalte sollten über die Vorschau oder einen Testmonitor kontrolliert werden, bevor sie produktiv auf öffentlichen Bildschirmen erscheinen.
Besonders geprüft werden sollten:
Das Verhalten hängt vom Inhaltstyp und Player ab. Ein fehlerhafter Inhalt sollte nicht dauerhaft die gesamte Wiedergabe blockieren. Bei wiederkehrenden Problemen müssen Quelle, Dateiformat, Netzwerkverbindung und Player-Protokoll geprüft werden.
Ein Monitor bezeichnet das konkrete Anzeigegerät. Dies kann beispielsweise ein PC, ein Raspberry Pi, ein Mini-PC, ein Smart-Display oder ein anderer Browser-fähiger Player sein.
Der Monitor-Key ist eine eindeutige Kennung, über die ein Gerät seine vorgesehene Anzeige erhält. Der vollständige Monitor-Link enthält diesen Schlüssel und sollte nur auf den dafür vorgesehenen Geräten verwendet werden.
Der Kanal-Link zeigt den Inhalt eines Kanals direkt an. Er eignet sich beispielsweise für Vorschauen und Funktionstests.
Der Monitor-Link identifiziert zusätzlich das konkrete Anzeigegerät. Dadurch können Zuordnung, Status und gegebenenfalls monitorbezogene Auswertungen genauer erfolgen.
Für den Produktivbetrieb sollte vorzugsweise der Monitor-Link verwendet werden.
Der Monitor-Link sollte wie eine Gerätekennung behandelt und nicht unnötig veröffentlicht werden. Wer den vollständigen Link kennt, kann möglicherweise die dafür bereitgestellten Inhalte abrufen.
Bei Verdacht auf eine unerlaubte Weitergabe sollte der Monitor-Key erneuert werden.
Ja. Der Monitor-Link kann zunächst in einem normalen Browser geöffnet werden. Erst wenn die Wiedergabe dort korrekt funktioniert, sollte er im Kiosk-Browser des eigentlichen Geräts eingerichtet werden.
Grundsätzlich eignet sich jedes ausreichend leistungsfähige Gerät mit einem modernen Browser, beispielsweise:
Die tatsächliche Eignung hängt von Videoformaten, Auflösung, Browserleistung und den verwendeten Inhalten ab.
Ein Kiosk-Browser zeigt eine Webseite im Vollbild ohne sichtbare Adressleiste oder Bedienelemente an. Er eignet sich für dauerhaft betriebene Informationsbildschirme.
Der Monitor-Link wird als Startseite eingerichtet und nach einem Neustart automatisch geöffnet.
Lokale Inhalte können innerhalb eines lokalen Netzwerks wiedergegeben werden, wenn Joomla und das Endgerät erreichbar bleiben. Externe RSS-Feeds, Webseiten, Schriftarten oder Videos benötigen weiterhin eine Internetverbindung.
Ohne Verbindung zum Joomla-Server können neue Inhalte nicht geladen werden. Ob bereits geladene Inhalte weiterlaufen, hängt vom verwendeten Browser, Player und dessen Cache-Verhalten ab.
Für kritische Einsatzbereiche sollten Netzwerküberwachung, lokaler Cache und automatische Wiederverbindung vorgesehen werden.
Die Inhalte sollten an die tatsächliche Displayauflösung angepasst werden. Häufig verwendet werden:
Eine 4K-Ausgabe benötigt leistungsfähigere Hardware und größere Mediendateien.
Ja. Inhalte und Vorlagen sollten dafür im passenden Hochformat gestaltet werden, beispielsweise 9:16. Querformat-Inhalte können auf einem Hochformatmonitor zu großen Leerflächen oder ungünstigen Ausschnitten führen.
Ja. Die Erweiterung ist für eine durchgängige mehrsprachige Bedienung vorbereitet. Unterstützt werden:
Dies umfasst je nach Bereich Backend, Frontend, Module, Menüs, Formulare, Hilfetexte und Fehlermeldungen.
Inhalte können sprachlich getrennt erstellt und passenden Kanälen oder Monitoren zugeordnet werden. Dadurch lassen sich beispielsweise unterschiedliche Anzeigen für deutsch-, englisch- oder französischsprachige Zielgruppen bereitstellen.
Zu prüfen sind:
Für einen sicheren Betrieb sollten mindestens folgende Regeln beachtet werden:
HTML-Inhalte können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Sie sollten nur von vertrauenswürdigen Administratoren erstellt oder hochgeladen werden.
Benutzer mit eingeschränkten Rechten dürfen keine Möglichkeit erhalten, ungeprüfte Skripte einzuschleusen.
Die reine Anzeige allgemeiner Inhalte benötigt normalerweise keine personenbezogenen Daten. Abhängig von aktivierten Statistiken, Protokollen, externen Quellen und eingebetteten Diensten können jedoch technische Daten wie IP-Adressen, Zeitpunkte oder Geräteinformationen verarbeitet werden.
Die konkrete Datenschutzbewertung hängt von der Konfiguration und den verwendeten Drittanbietern ab.
Ja. Externe Videos, Schriftarten, Webseiten oder Feeds können Verbindungen zu Drittanbietern herstellen. Dadurch können technische Daten des Players an diese Anbieter übertragen werden.
Für einen datenschutzfreundlichen Betrieb sollten Medien nach Möglichkeit lokal bereitgestellt und externe Dienste sorgfältig geprüft werden.
Ja. Medien, Slides, Playlists, Kanäle, Monitore und HTML-Anzeigen können im Backend bearbeitet werden. Änderungen sollten anschließend über die Vorschau oder einen Testmonitor kontrolliert werden.
Änderungen werden beim nächsten Laden oder Aktualisieren des Players übernommen. Browser-, Joomla- oder Proxy-Caches können die Anzeige verzögern.
Falls alte Inhalte sichtbar bleiben, sollten Player und Browser neu geladen und die beteiligten Caches geleert werden.
Ja. Vor dem Löschen sollte geprüft werden, ob das Medium oder der Slide noch in einer Playlist, einem Kanal oder einer Anzeige verwendet wird.
Ein kontrolliertes Deaktivieren oder Archivieren ist häufig sicherer als das sofortige endgültige Löschen.
DigitalSignage kann über einen im Paketmanifest hinterlegten Joomla-Update-Server aktualisiert werden. Ob ein Update verfügbar ist, wird über die Joomla-Aktualisierungsverwaltung geprüft.
Vor jedem Update sollte ein vollständiges Backup der Dateien und Datenbank erstellt werden.
Ein reguläres Joomla-Update sollte bestehende Daten und Konfigurationen erhalten. Dennoch ist vor jedem Update ein Backup erforderlich. Größere Versionssprünge sollten zunächst auf einem Testsystem geprüft werden.
Mögliche Ursachen sind:
Moderne Browser blockieren häufig die automatische Wiedergabe von Videos mit Ton. Das Video sollte stumm gestartet oder die Kiosk-Umgebung entsprechend konfiguriert werden.
Außerdem müssen Dateiformat, MIME-Typ und Videocodec vom Endgerät unterstützt werden.
Die externe Webseite kann ihre Einbettung durch Sicherheitsheader untersagen. Typische Ursachen sind X-Frame-Options oder eine restriktive Content-Security-Policy.
In diesem Fall muss entweder die externe Seite angepasst oder eine andere Darstellungsform gewählt werden.
Folgende Maßnahmen helfen häufig:
Mögliche Ursachen sind:
Die Joomla-Datenbankprüfung und die Berechtigungen der Benutzergruppe sollten kontrolliert werden.
Eine Supportanfrage sollte möglichst enthalten:
Passwörter, Sitzungscookies, vollständige Monitor-Keys und andere Zugangsdaten dürfen nicht öffentlich übermittelt werden.
DigitalSignage verbindet die vertraute Joomla-Verwaltung mit einer zentralen Steuerung digitaler Bildschirme. Inhalte müssen nicht auf jedem Gerät einzeln gepflegt werden. Änderungen erfolgen zentral und können gezielt über Slides, Playlists, Kanäle und Monitore verteilt werden.
Damit eignet sich DigitalSignage sowohl für einzelne Informationsbildschirme als auch für größere Installationen mit mehreren Standorten und unterschiedlichen Inhaltsprogrammen.
Der Digital Signage Player für Raspberry Pi 1 ermöglicht die Wiedergabe von Kanälen der Joomla-Erweiterung Digital Signage 3.2.0 oder neuer auf älteren und besonders ressourcenschwachen Geräten.
Der Player wurde insbesondere für den Raspberry Pi 1 und vergleichbare ARMv6-Systeme entwickelt, auf denen moderne Browser wie Firefox oder Chromium nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden können. Statt einen vollständigen Webbrowser zu verwenden, stellt der Player die Inhalte direkt über eine schlanke, für diese Hardware optimierte Laufzeitumgebung dar.
Damit eignet sich auch ältere Raspberry-Pi-Hardware weiterhin für Informationsbildschirme, interne Anzeigesysteme, Präsentationsmonitore, digitale Hinweistafeln oder einfache Digital-Signage-Installationen.
Der normale browserbasierte Digital-Signage-Player von Joomla bleibt davon unberührt und kann auf leistungsfähigeren Geräten weiterhin wie gewohnt eingesetzt werden.
Für den Betrieb werden folgende Komponenten benötigt:
Für eine möglichst zuverlässige Installation wird eine frische Installation von Raspberry Pi OS Lite 32-Bit empfohlen.
Der mitgelieferte Installer richtet die für den Player benötigte Umgebung automatisch ein. Dazu gehören unter anderem:
Ein vollständiger Webbrowser wie Firefox oder Chromium wird nicht installiert und ist für den Betrieb des Players auch nicht erforderlich.
Bevor der Raspberry Pi eingerichtet wird, muss die Digital-Signage-Konfiguration innerhalb von Joomla vorbereitet werden.
Zunächst muss Digital Signage 3.2.0 oder neuer installiert beziehungsweise eine vorhandene Installation entsprechend aktualisiert werden.
Anschließend wird im Joomla-Backend ein gewünschter Kanal veröffentlicht.
Danach wird unter Monitore ein neuer Monitor angelegt und dem entsprechenden Kanal zugeordnet.
Beim Speichern des Monitors erzeugt Digital Signage automatisch einen Geräteschlüssel. Dieser dient zur eindeutigen Zuordnung und Authentifizierung des Players.
In der Monitorliste kann anschließend die Funktion „Konfiguration für Raspberry Pi 1“ geöffnet werden.
Für die Einrichtung des Players werden drei Angaben benötigt:
Diese Informationen sollten für die anschließende Installation auf dem Raspberry Pi bereitgehalten werden.
Das bereitgestellte ZIP-Archiv wird zunächst auf den Raspberry Pi übertragen und dort vollständig entpackt.
Anschließend wird innerhalb des entpackten Verzeichnisses der Installer mit Root-Rechten gestartet:
sudo ./install.sh
Bei dieser Installationsvariante führt das Installationsprogramm durch die benötigten Einstellungen und fragt die erforderlichen Verbindungsdaten ab.
Die Installation kann alternativ vollständig automatisiert durchgeführt werden. Serveradresse, Kanal-Token und Geräteschlüssel werden dabei direkt als Parameter übergeben:
sudo ./install.sh \
--server https://example.de \
--channel KANAL_TOKEN \
--monitor GERAETESCHLUESSEL
Dabei müssen die Beispielwerte durch die Daten des zuvor in Joomla angelegten Monitors ersetzt werden.
Aus Sicherheitsgründen akzeptiert der Player standardmäßig nur verschlüsselte HTTPS-Verbindungen.
Normales HTTP ist deshalb zunächst gesperrt.
Nur wenn sich der Player innerhalb eines vertrauenswürdigen und isolierten internen Netzwerks befindet, kann HTTP ausdrücklich freigegeben werden:
sudo ./install.sh --allow-http
Für öffentlich erreichbare Systeme beziehungsweise Verbindungen über nicht vollständig vertrauenswürdige Netzwerke sollte stattdessen HTTPS verwendet werden.
Nach erfolgreicher Installation wird der Digital-Signage-Player unmittelbar gestartet.
Zusätzlich wird ein Systemdienst eingerichtet, wodurch der Player anschließend bei jedem Systemstart automatisch gestartet wird.
Ein manueller Programmstart nach einem Neustart des Raspberry Pi ist daher normalerweise nicht erforderlich.
Für die Verwaltung des Players stehen verschiedene Kommandozeilenbefehle zur Verfügung.
Mit folgendem Befehl lässt sich überprüfen, ob der Digital-Signage-Dienst aktuell läuft:
sudo systemctl status digitalsignage-pi1
Soll der Dienst beispielsweise nach einer Konfigurationsänderung oder zur Fehlerbehebung neu gestartet werden, kann folgender Befehl verwendet werden:
sudo systemctl restart digitalsignage-pi1
Für eine technische Überprüfung der Installation steht ein integriertes Healthcheck-Skript zur Verfügung:
sudo /usr/local/lib/digitalsignage-pi1/healthcheck.sh
Damit kann die lokale Playerinstallation überprüft und die Fehlersuche erleichtert werden.
Die Playerkonfiguration kann über das mitgelieferte Konfigurationsskript erneut aufgerufen werden:
sudo /usr/local/lib/digitalsignage-pi1/configure.sh
Damit können beispielsweise die zuvor eingerichteten Verbindungs- und Playerparameter angepasst werden.
Für die Diagnose stehen sowohl das systemd-Journal als auch eine eigene Player-Protokolldatei zur Verfügung.
Die letzten 100 Einträge des Digital-Signage-Dienstes können mit folgendem Befehl angezeigt werden:
sudo journalctl -u digitalsignage-pi1 -n 100
Zusätzlich führt der Player eine eigene Logdatei.
Die letzten 100 Einträge können mit folgendem Befehl angezeigt werden:
sudo tail -n 100 /var/log/digitalsignage-pi1/player.log
Diese Protokolle sind insbesondere hilfreich, wenn der Player nicht startet, die Verbindung zum Joomla-Server nicht hergestellt werden kann oder Inhalte nicht wie erwartet wiedergegeben werden.
Der Raspberry-Pi-1-Player unterstützt verschiedene Medien- und Inhaltstypen direkt.
Folgende Bildformate werden unterstützt:
Videos werden über VLC wiedergegeben.
Für den Raspberry Pi 1 wird aufgrund der begrenzten Rechenleistung insbesondere folgendes Format empfohlen:
Damit lässt sich auf der älteren Hardware in der Regel die beste Kompatibilität erreichen.
RSS- und Atom-Feeds können als native Karten dargestellt werden.
Enthaltene Bilder werden dabei lokal zwischengespeichert, sodass die Darstellung effizienter erfolgen kann und bereits geladene Inhalte auch für den Offline-Betrieb zur Verfügung stehen können.
Statische Inhalte aus dem Template Studio können ebenfalls dargestellt werden.
Unterstützt werden dabei insbesondere Karten mit:
Einfache HTML-Texte können vom Player verarbeitet werden.
Da auf dem Raspberry Pi 1 kein vollständiger Webbrowser eingesetzt wird, werden solche Inhalte als bereinigter Klartext dargestellt.
Der Raspberry-Pi-1-Player verwendet bewusst keinen vollständigen Browser.
Daher können browserabhängige externe Webseiten sowie hochgeladene Webseiten, deren Darstellung einen Browser voraussetzt, auf dem Raspberry Pi 1 nicht direkt wiedergegeben werden.
Statt einer fehlerhaften oder leeren Darstellung zeigt der Player in diesem Fall eine verständliche Hinweiskarte an.
Auf neueren und leistungsfähigeren Geräten kann weiterhin der normale, browserbasierte Joomla-Digital-Signage-Player verwendet werden. Dessen Funktionsweise bleibt durch den Raspberry-Pi-1-Player unverändert.
Ein wichtiger Bestandteil des Players ist die lokale Zwischenspeicherung der zuletzt verfügbaren Digital-Signage-Inhalte.
Die letzte erfolgreich abgerufene und gültige Playlist wird unter folgendem Pfad gespeichert:
/var/lib/digitalsignage-pi1/cache/manifest.json
Zusätzlich werden benötigte Mediendateien lokal im Cache abgelegt.
Fällt anschließend die Netzwerkverbindung aus oder ist der Joomla-Server vorübergehend nicht erreichbar, kann der Player die zuletzt erfolgreich gespeicherte Playlist weiterhin wiedergeben.
Dadurch bleibt die Anzeige auch bei kurzfristigen Netzwerk- oder Serverproblemen funktionsfähig.
Sobald die Verbindung zum Server wiederhergestellt wurde, aktualisiert sich der Player automatisch und übernimmt wieder die aktuellen Inhalte.
Die zentrale Konfigurationsdatei des Players befindet sich unter:
/etc/digitalsignage-pi1/player.json
Über diese Datei können verschiedene Eigenschaften des Players angepasst werden.
width und heightMit den Optionen
width
height
wird die Renderauflösung des Players festgelegt.
Der Wert
0
bewirkt, dass automatisch die vorhandene HDMI-Auflösung verwendet wird.
Damit kann sich der Player an die aktuell erkannte Bildschirmauflösung anpassen.
max_asset_mbDie Option
max_asset_mb
bestimmt die maximal zulässige Größe einer einzelnen Mediendatei.
Damit kann verhindert werden, dass außergewöhnlich große Assets unnötig Speicherplatz beziehungsweise Systemressourcen beanspruchen.
max_cache_mbMit
max_cache_mb
wird die maximale Größe des lokalen Player-Caches festgelegt.
Damit lässt sich begrenzen, wie viel Speicherplatz die lokal zwischengespeicherten Digital-Signage-Inhalte auf dem Raspberry Pi belegen dürfen.
muteDie Option
mute
ermöglicht das globale Stummschalten sämtlicher Videos.
Dies ist beispielsweise für Informationsbildschirme sinnvoll, auf denen Videos grundsätzlich ohne Ton wiedergegeben werden sollen.
show_statusMit
show_status
kann ein kleiner Statushinweis für die Netzwerk- beziehungsweise Serververbindung eingeblendet werden.
Damit kann direkt am Bildschirm erkannt werden, ob sich der Player aktuell im Online- oder Offline-Betrieb befindet.
ssl_verifyDie Einstellung
ssl_verify
steuert die Überprüfung von TLS-Zertifikaten.
Diese Option sollte aus Sicherheitsgründen eingeschaltet bleiben.
Die Datei
/etc/digitalsignage-pi1/player.json
enthält unter anderem Zugangsdaten beziehungsweise für die Kommunikation mit Digital Signage benötigte Verbindungsinformationen.
Aus diesem Grund ist die Konfigurationsdatei entsprechend geschützt und nur für root sowie den Playerdienst lesbar.
Dadurch sollen die darin gespeicherten Informationen nicht unnötig für andere lokale Benutzer des Systems zugänglich sein.
Soll der Digital-Signage-Player wieder vom Raspberry Pi entfernt werden, kann im Installationsverzeichnis das mitgelieferte Deinstallationsskript ausgeführt werden:
sudo ./uninstall.sh
Dabei werden der eingerichtete Dienst und das eigentliche Playerprogramm entfernt.
Die vorhandenen Konfigurationsdateien, Cache-Daten und Protokolle bleiben absichtlich erhalten.
Dadurch stehen die bisherigen Einstellungen und Diagnosedaten weiterhin zur Verfügung und eine spätere Wiederherstellung beziehungsweise erneute Einrichtung der Installation wird erleichtert.
Der Digital Signage Player erweitert Digital Signage 3.2.0+ für Joomla 5 um eine speziell auf ältere Raspberry-Pi-Systeme zugeschnittene Wiedergabemöglichkeit.
Durch den Verzicht auf Firefox, Chromium oder einen anderen vollständigen Webbrowser eignet sich der Player insbesondere für den Raspberry Pi 1 und ARMv6-Hardware mit begrenzter Rechenleistung.
Trotz der schlanken Architektur stehen zentrale Funktionen eines Digital-Signage-Systems zur Verfügung: Bilder, Videos, RSS- und Atom-Feeds, Template-Studio-Inhalte, einfache Texte, automatischer Systemstart, lokale Zwischenspeicherung, Offline-Wiedergabe, Protokollierung und Systemüberwachung.
Damit können auch ältere Raspberry-Pi-Geräte weiterhin sinnvoll als eigenständige Digital-Signage-Player eingesetzt und zentral über die Joomla-Erweiterung verwaltet werden.